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Druckschrift

Kleinbuchstaben

Fraktur 'a'

Das a ist in Fraktur fast genauso wie das heutige: ein einfacher Kreis mit einem Stamm an der rechten Seite.

Das b besitzt manchmal einen Strich, der vom Stamm wie im Beispiel nach rechts oben abzweigt. Außer diesem Unterschied gibt es eigentlich keine Abweichungen und das b sollte aufgrund seiner ähnlichen Schreibweise zu heute leicht erkannt werden.

Der Buchstabe c wird in Fraktur oft dünner geschrieben als in der heutigen Druckschrift. Er kommt fast ausschließlich nur in Verbindung mit einem h (-ch) oder k (-ck) im Wortinnern oder am Wortende vor.

Das d sieht in Fraktur so ähnlich aus wie das v. Der einzige Unterschied liegt darin, dass der Punkt, in dem sich die Linien berühren, beim d am oberen Rand liegt, während es beim v an der linken Seite ist.

Das e wird etwas feiner geschrieben, sieht aber aus wie das heutige.

Das f verläuft immer bis unterhalb der Grundlinie, ansonsten ist es dem modernen f sehr ähnlich. Wichtig ist nur der Unterschied zum s: der Strich durch den Stamm geht auf der rechten Seite weiter und endet nicht wie beim s auf der linken Seite.

Man kann das g eigentlich immer gut erkennen. Anders als das q besitzt das g einen kleinen Bogen nach links im unteren Teil.
Es kann leicht mit einem b verwechselt werden. Achten Sie darauf, dass der Bogen des h enger ist und nicht geschlossen ist, sondern unterhalb der Grundlinie weiter verläuft.

Es ist identisch mit dem heutigen i.

Das j wird sehr schnell mit einem i. Es verläuft allerdings etwas unterhalb der Grundlinie weiter und besitzt einen gespaltenen Fuß.

Das Fraktur-k besitzt zwei kleine Striche, die es vom l unterscheiden. Der erste Strich ist ein horizontaler Strich durch den Stamm wie bei einem t. Der zweite Strich befindet sich an der rechten Seite dieses Strichs und deutet nach oben. Das Fraktur k unterscheidet sich sehr vom heutigen k und ist daher nicht ganz so leicht zu erkennen.

Das l besteht aus einem einfachen Stamm, der sich an der Spitze in zwei schmalere Linie teilt. Es hat im Gegensatz zum k keinen Strich durch den Stamm.
Das m ähnelt dem heutigen m sehr und ist daher kaum zu verwechseln.
Das n ist mit dem heutigen n identisch und kann eigentlich kaum verwechselt werden.
Das o sieht aus wie das heutige o und wird höchstens gelegentlich mit einem a verwechselt, obwohl es keinen Strich an der rechten Seite hat.

Das Fraktur-p sieht genauso aus wie das heutige p. Es besteht aus einem vertikalen Stamm, der bis unterhalb der Grundlinie verläuft und einem nach rechts verlaufenden Bogen.

Das q wird immer von einem u gefolgt (qu). Das q hatte damals keinen Querstrich durch den Stamm und besitzt auch keinen Bogen wie das g.
Das Fraktur-r sieht dem lateinischen r sehr ähnlich, wird jedoch gelegentlich mit dem Fraktur-x verwechselt, das einen kleinen Haken am Fuß besitzt.
Dieses s wird nur am Wort- und Silbenanfang verwendet und im Inneren von Silben. Es sieht dem Fraktur-f sehr ähnlich und unterscheidet sich von diesem nur durch den Querstrich durch den Stamm, der nicht auf der rechten Seite weiter verläuft.
Dieses s wird nur am Wort- und Silbenende verwendet. Bis auf die Schleife am oberen Ende sieht fast so aus wie das heutige s.

Das ß (Eszett oder scharfes S) kommt nur als Kleinbuchstabe vor und nie am Wort- oder Silbenanfang. Wenn das ganze Wort in Großbuchstaben geschrieben ist, erscheint das ß als SS. Das Fraktur-ß besteht aus einem s und einem z.

Das t sieht genauso aus wie das heutige t. Es besteht aus einem Stamm und einem Querstrich auf Höhe der Mittellinie.
Das Fraktur-u wird oft mit einem n verwechselt. Der einzige Unterschied ist, dass das u nach oben geöffnet ist und den Hauptstamm auf der rechten Seite hat.

Das v hat sehr viel Ähnlichkeit mit dem o, weil es oben ebenfalls geschlossen ist. Es besitzt aber einen kleinen Haken am oberen linken Rand, der über den höchsten Punkt des v hinweggeht.

Das w wird manchmal mit einem m verwechselt, weil es sich nur durch den längeren Stamm und den geschlossenen letzten Bogen vom m unterscheidet.
Das nur selten auftretende x wird leicht mit einem r verwechselt. Der einzige Unterschied liegt in dem kleinen Bogen unterhalb des Stamms. Wörter können nicht mit einem x beginnen.
Das y sieht einem h sehr ähnlich und unterscheidet sich von ihm nur dadurch, dass es einen kürzeren Stamm hat, der sich am oberen Ende nicht spaltet.

Das z verläuft zwischen der Grundlinie und der Mittellinie, wobei der untere Bogen auch bis unterhalb der Grundlinie reicht. Es kann mit einem g verwechselt werden, ähnelt aber einem handgeschriebenen gotischen z.

Der ä besteht aus einem a mit zwei Punkten. Diese Punkte entstanden dadurch, dass man früher ein kleines e über das a schrieb, was der Grund dafür ist, dass man ein ä durch ein ae ersetzen kann. Im Laufe der Zeit wurde das e über dem a auf zwei Punkte reduziert.

Das ü lässt sich durch ein ue ersetzen.
Das ö hat ebenfalls zwei Striche über dem Buchstaben, die es von einem o unterscheiden. Es entspricht einem oe und kann dadurch gelegentlich ersetzt werden.

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