|
 |
Der
deutsche Buchstabe a ist ziemlich leicht zu erkennen, da er
dem lateinischen, modernen a sehr ähnelt. Unter gewissen
Umständen mag ein a wie ein
o aussehen, deshalb achten Sie besonders darauf, dass das
a eine nach unten verlaufende Linie besitzt, die an die
Grundlinie stößt. |
|
 |
Der
Buchstabe b ist dem lateinischen b ebenfalls sehr ähnlich und
ist daher in der Regel leicht zu entziffern. Er kann jedoch mit dem
-s am Wort- oder Silbenende verwechselt werden. |
 |
Das
c ist ein einfacher vertikaler Strich mit Verbindungslinien zu
seinen Nachbarbuchstaben. Es ist identisch mit dem i, und hat
jedoch keinen i-Punkt. Es ist wichtig zu wissen, dass das
c im Deutschen nur sehr selten vorkommt, und wenn, dann in den
meist in den folgenden Kombination: ch, ck und sch. |
 |
Der
Buchstabe d endet mit einem kleinen Bogen, der gegen den
Uhrzeigersinn gezogen wird und nicht dazu bestimmt ist, sich mit dem
nächsten Buchstaben zu verbinden, obwohl man das manchmal sieht.
Wenn das d weit auseinander geschrieben ist, kann es einem
il oder cl ähneln. Diese Konsonantenkombinationen kommen
jedoch im Deutschen relativ selten vor. |
 |
Das
altdeutsche e kann fast genauso aussehen wie ein n
oder u. In der Regel ist es aber dünner als ein n und
hat keinen u-Bogen. Das e ist einer der häufigsten Buchstaben
im Deutschen und besitzt mehrere Varianten. |
 |
Obwohl
das altdeutsche f dem lateinischen f stark ähnelt,
sieht es auch dem h und s sehr ähnlich. Achten Sie
daher immer auf den horizontalen Strich durch die vertikale
Hauptlinie. |
 |
Verwechseln Sie das g nicht mit dem p oder z.
Ein deutlicher Unterschied ist der obere Teil des g, der
einem a sehr ähnelt. |
 |
Das
h ist etwas komplizierter, da es dem heutigen h fast
überhaupt nicht ähnelt. Man verwechselt es schnell mit einem s,
f oder lj. Die beiden Bögen sind bei einem h
jedoch deutlicher ausgeprägt und in einem Zug gezogen - es gibt also
keinen Trennstrich wie bei einem f. |
 |
Das
i ist identisch mit dem c, hat jedoch einen i-Punkt,
der oft nicht direkt über dem i, sondern ein paar Buchstaben
weiter erscheint. Denken Sie daran, dass das i wesentlich
häufiger benutzt wird als das c. |
 |
Das
altdeutsche j ist dem lateinischen sehr ähnlich und somit
leicht zu entziffern. |
 |
Der
Buchstabe k hat einen Bogen über der Mittellinie und einen
Strich durch die Stammlinie. Er kommt oft in der Kombination -ck
vor, welche am Zeilenende als k-k getrennt wird. |
 |
Meistens ist ein l klar zu erkennen. Achten Sie jedoch auf
den Unterschied zum h (es gibt nur einen Bogen, der nach oben
zeigt) und zum b (nach dem Bogen fängt sofort der nächste
Buchstabe an). |
 |
Das
altdeutsche m wird sehr gerade und eckig geschrieben - im
Gegensatz zum heutigen m, das deutlich runder und
geschwungener geschrieben wird. Das m ist schwieriger zu
erkennen, wenn es an die Vokale a, e oder u
angrenzt. Ein m mit einem Strich drüber zeigt die Verdopplung
des m an. |
 |
Das
altdeutsche n ist ebenfalls gerader und eckiger als das
heutige n und es mag fast genauso aussehen wie ein u
(ohne U-Bogen). Es kann ebenfalls durch einen Strich darüber
verdoppelt werden. |
 |
Der
Buchstabe o ist, genau wie das a, für gewöhnlich oben
offen. Er mag dem a ähneln, aber hat aber im Gegensatz zum a
keinen Strich, der auf der rechten Seite zur Grundlinie zurückführt.
Das o ist der am wenigsten häufigste aller deutschen Vokale. |
 |
Das
p beginnt mit einem Rückwärtsbogen, was es vom g deutlich
unterscheidet. In den Dokumenten muss man allerdings gut aufpassen,
um beim flüchtigen Lesen, das p nicht mit einem g zu
verwechseln. Auch sieht das p dem x sehr ähnlich, doch
weil das x im Deutschen fast nie vorkommt, werden Sie nur
wenige Fälle haben, die nicht eindeutig sind. |
 |
Das
q ist sehr selten und wenn es auftritt, dann wird es immer von
einem u gefolgt. Der untere Teil ist nur ein Strich und hat
weder einen Bogen noch eine Schleife (auch wenn einige Schreiber das
taten, war es nicht die Norm). |
 |
Problematischer ist das r weil es dem e und dem n
so ähnlich ist. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher Buchstabe
gemeint ist, betrachten Sie die umliegenden Buchstaben und
entscheiden Sie vom Kontext her oder vergleichen Sie die Wörter mit
Buchstaben, bei denen Sie sich sicher sind. |
 |
In der altdeutschen Schrift gibt es zwei
verschiedene Arten von s — eine, die am Wortanfang und
innerhalb eines Wortes verwendet wird und eine andere, die nur am
Silben- und Wortende verwendet wird.
Dieses s gehört zum ersten Typ und wird leicht mit dem f
oder h verwechselt. Im Idealfall hat es keine Schleifen und
besteht nur aus einem senkrechten Strich von der Oberlinie zur
Unterlinie und den Verbindungslinien. Es kann, wie beim q,
jedoch vorkommen, dass einige Schreiber trotzdem eine Schleife
einfügen. Das s kann in manchen Fällen die obere Spitze
verlieren und nur bis zur Mittellinie verlaufen. Dies ist meist der
Fall bei dem ersten s von einem doppelten s (ss). |
 |
Das
zweite tritt nur am Ende von Silben und Wörtern auf. Es sieht einer
6 ähnlich und Sie können sich diese Eselsbrücke merken, um es
nicht mit einem d zu verwechseln. |
 |
Der
Buchstabe ß heißt Eszett im Deutschen (sz
oder scharfes S). Es entstand vor
über hundert Jahren und war eine Kombination aus dem s (im
Wortinnern und am Wortanfang) und einem
z. Heutzutage steht es für Doppel-s, obwohl man es
grammatikalisch nicht in jedem Fall durch ein ss ersetzen
kann. Das ß kommt nur als Kleinbuchstabe vor und leitet nie
ein Wort oder eine Silbe ein. |
 |
Das
altdeutsche t ist dem heutigen lateinischen t sehr
ähnlich und daher leicht zu erkennen. Dennoch kann es in Verbindung
mit einem d oder s mit dem großen N verwechselt
werden. Um den Unterschied festzustellen, schauen Sie, ob das d
oder das s mit dem t über der Mittellinie verbunden
ist und nicht wie beim N nah an der Grundlinie. |
 |
Das
u ist ein n mit einem Strich darüber, dem so genannten
U-Bogen. Dieser kann
entweder gerade sein, oder auch nach oben oder unten geöffnet sein.
In vielen Dokumenten ist er nicht direkt über dem u, sondern
erscheint ein paar Buchstaben weiter rechts. Verwechseln Sie den
U-Bogen nicht mit Ü-Strichelchen (zwei vertikale Striche, die evtl.
miteinander verbunden sind). |
 |
Im
Großen und Ganzen sieht das v aus wie heute, doch es ähnelt
dem altdeutschen r und e. Es wird oft nach rechts
gelehnt geschrieben und ist weiter geöffnet als das r und das
e, und kommt jedoch oft in Verbindung mit diesen beiden
Buchstaben vor. |
 |
Das
w schreibt man wie ein n mit einer Schleife und es sieht
somit aus wie ein cv. Der erste Teil (c) und der
zweite Teil (v) des w sind ungefähr gleich lang. |
 |
Der
Buchstabe x ist sehr selten im Deutschen und wird
wahrscheinlich nur in wenigen Namen vorkommen. Er mag dem g
und dem p sehr ähnlich sehen, hat jedoch eine Schleife, die
unterhalb der Grundlinie gegen den Uhrzeigersinn verläuft. |
 |
Der
obere Teil des y gleicht dem v. Zusätzlich wird
einfach eine Schleife unterhalb der Grundlinie gezogen, die nach
oben ausläuft wie bei einem g, j und z. Ohne
Ü-Striche wird er wie ü oder i ausgesprochen, mit
Ü-Strichen (ÿ) wie die Diphthonge ei oder ai. |
 |
Ein
z kann leicht mit einem g verwechselt werden, aber die
Schleife ist wesentlich kleiner (oder gar nicht vorhanden). |
 |
Das
ä ist ein a mit Umlautstrichen über der Schleife und dem
nach unten verlaufenden Strich. Früher schrieb man einfach ein
kleines e über den Buchstaben. Aus diesem Grunde wird heute
ein ä unter bestimmten Umständen auch als ae
geschrieben. Der Umlaut kann durch zwei kleine Striche oder auch als
eine kleine Linie angezeigt werden. Diese befinden sich oft auch
über dem nächsten Buchstaben, ähnlich wie beim u. |
 |
Das
ü und das u können identisch sein, daher ist es nicht
immer leicht sie voneinander zu unterscheiden. Unser Tipp ist, sich
einfach andere Wörter mit diesen Buchstaben anzuschauen, bei denen
sie sich sicher sind oder vom Kontext her zu entscheiden. Nutzen Sie
Ihre deutschen Vokabelkenntnisse oder ziehen Sie gegebenenfalls ein
Wörterbuch zu Hilfe. Das ü kommt auch manchmal als ue
vor. |
 |
Das
ö ist dem ä sehr ähnlich und kann ebenfalls als oe
geschrieben werden. Die Striche sind, wie beim ä, häufig über
dem nächsten Buchstaben. |